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Ganzkörperbestrahlung

Die Ganzkörperbestrahlung wird im Rahmen von Hochdosistherapien bei bestimmten Leukämien und Lymphomen eingesetzt. Diese werden in der Medizinischen Klinik II und in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Würzburg durchgeführt.

Die Ganzkörperbestrahlung erfolgt als Teil der sogenannten „Konditionierung“, d. h. Beseitigung des körpereigenen Knochenmarks und damit Auslöschung des Immunsystems vor der sich anschließenden Knochenmarks- oder Stammzelltransplantation.

Ziel der Bestrahlung ist die Abtötung der im allgemeinen sehr strahlenempfindlichen Leukämie- oder Lymphomzellen ebenso wie die die Zerstörung der  Knochenmarkzellen und des Immungedächtnisses, um das Anwachsen der Spenderzellen zu ermöglichen. Dies ist die Voraussetzung insbesondere bei der allogenen Transplantationen, d. h. der Übertragung „fremder Stammzellen“.

Die Dosis bei der Ganzkörperbestrahlung kann unterschiedlich sein (4 – 12 Gy) und hängt vom Ausmaß der Effekte ab, die man erzielen möchte.

Ab einer Ganzkörperdosis von 4 Gy ist eine anschließende Stammzelltransplanation jedoch lebensnotwendig. Bei einer Gesamtdosis von über 8 Gy muss die Dosis an den Lungen durch spezielle Techniken reduziert werden.

In Würzburg erfolgt die Behandlung am Linearbeschleuniger typisch an 3 Tagen mit zweimaltäglicher Bestrahlung, um durch niedrige Einzeldosen wichtige normale Organe zu schonen. Die durchstrahlten Körperquerschnitte, die für die Dosierung wichtig sind, sind bei der Ganzkörperbestrahlung natürlich sehr unterschiedlich. Aus diesem Grund wird eine zusätzliche aufwändige Planung und Dosisberechnung anhand eines Ganzkörper-CT´s durchgeführt. Die Behandlung erfolgt teils im Sitzen, teils im Liegen, um eine hohe Dosishomogenität zu erreichen. Kontrollaufnahmen bestätigen die sichere Schonung der Lunge.

Linearbeschleuniger
Eines der beiden Bestrahlungsgeräte (Linearbeschleuniger) für die Ganzkörperbestrahlung
Patient in liegender Bestrahlungsposition
Patient in liegender Bestrahlungsposition (hier: Bauchlage)
Patient in sitzender Bestrahlungsposition
Patient in sitzender Bestrahlungsposition
Lungenabschirmung
Kontrolle der partiellen Lungenabschirmung vor der Bestrahlung
Coronale Dosisverteilung
Beispiel einer coronalen Dosisverteilung für die im Liegen erzeugte Bestrahlungskomponente
Transversale Dosisverteilung
Beispiel einer transversalen Dosisverteilung für die im Liegen erzeugte Bestrahlungskomponente